Warum die Entdeckungsphase?
Haben Sie schon einmal an einem Projekt mitgewirkt, das mit großen Versprechungen begonnen hat, aber am Ende einfach nicht eingehalten wurde? In den meisten Fällen liegt es daran, dass das Projekt keine richtige Discovery-Phase durchlaufen hat.
In der Discovery-Phase klären Sie das "Warum" des Projekts.
In der Discovery-Phase beginnt jedes Projekt mit dem Sammeln aller wichtigen Informationen, dem Erkunden von Ideen, dem Kennenlernen des Zielmarktes und dem Festlegen der technischen Anforderungen. In dieser Phase geht es auch darum, den Umfang des Projekts zu definieren und zu verstehen, was erforderlich ist, bevor man mit der Entwicklung beginnt.
In der Discovery-Phase gehen Sie dem Kern des Projekts auf den Grund, indem Sie sich einige Schlüsselfragen stellen:
- Warum dieses Projekt? Ist diese Software wirklich notwendig, und wenn ja, warum?
- Wer wird sie benutzen? Sind es Fachleute, Studenten, normale Benutzer oder erfahrene Entwickler?
- Wie wird sie funktionieren? Haben Sie eine solide Vorstellung von den Funktionen, die ihren Bedürfnissen wirklich entsprechen?
Hier können wir auch die Hauptbestandteile der Entdeckungsphase erwähnen:
- Projektziele und Zielsetzungen: Machen Sie sich klar, was mit dem Projekt erreicht werden soll, damit alle Beteiligten auf derselben Seite stehen.
- Das Zielpublikum verstehen: Erforschen Sie, wer die Endnutzer sind, welche Bedürfnisse sie haben und was sie von dem Produkt erwarten.
- Technische Anforderungen: Legen Sie die Technologie, die Werkzeuge und die Infrastruktur dar, die Sie benötigen, um das Projekt zum Leben zu erwecken.
- Risikobewertung: Erkennen Sie potenzielle Risiken frühzeitig und planen Sie, wie Sie sie bewältigen können, wenn sie auftreten.
- Zeitplan und Schlüsselphasen: Erstellen Sie einen Zeitplan mit den wichtigsten Phasen, damit das Projekt reibungslos abläuft.
- Ressourcenplanung: Legen Sie das Budget, die Werkzeuge und die Rollen im Team fest, die für die erfolgreiche Durchführung des Projekts erforderlich sind.
- Fahrplan erstellen: Dies ist der Prozess der Erstellung eines vollständigen Aktionsplans, der Zeitpläne, Materialien, Projektumfang und Arbeitsorganisation umfasst.
Gehen wir nun Schritt für Schritt jeden Teil dieser Phase durch, um zu sehen, wie eine solide Grundlage für den Erfolg Ihres Projekts geschaffen wird.
Entdeckung im Detail: Schritt für Schritt
Definieren Sie Ziele und Hauptziele
Jedes Projekt hat seine eigenen Ziele, aber haben Sie diese auch wirklich verstanden? Sie sollten spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden sein(SMART). Zu den Produktzielen gehören oft: die Steigerung der Nutzeraktivität, die Erweiterung der Marktreichweite und das Ziel sollte quantifizierbar sein, wie z. B. die Anzahl der neuen Nutzer.
Darauf aufbauend stellt sich nun die Frage: Welches Problem wird mit Ihrer Software wirklich gelöst?
An diesem Punkt ist es hilfreich, das Projekt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten:
- Benutzerperspektive: Was hilft die Software den Nutzern, besser, schneller oder einfach einfacher zu tun?
- Unternehmensperspektive: Unterstützt diese Software die übergeordneten Ziele des Unternehmens, wie z. B. Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung?
Ausrichtung auf die Interessengruppen
Es ist von entscheidender Bedeutung, die Stakeholder bereits in der Findungsphase einzubeziehen. Dabei kann es sich um Teammitglieder, Kunden oder Abteilungsleiter handeln, die jeweils ihre eigene wertvolle Perspektive einbringen. Wenn Sie die Stakeholder bereits in der Discovery-Phase für einen Proof of Concept in der Softwareentwicklung einbeziehen, erhalten Sie von Anfang an deren Einblicke. Sie legen klare Erwartungen fest und vermeiden Missverständnisse im weiteren Verlauf.
Haben Sie schon einmal an einem Projekt teilgenommen, bei dem eine wichtige Person zu spät hinzukam und die Dinge plötzlich aus dem Ruder liefen? Wenn Sie die Beteiligten vom ersten Tag an einbeziehen, sind alle Beteiligten auf derselben Seite und tragen zum Erfolg des Projekts bei. Es geht darum, Übereinstimmung zu schaffen, nicht nur Feedback zu sammeln.
Verstehen Sie die Endbenutzer
Jetzt ist es an der Zeit, herauszufinden, wer diese Proof-of-Value-Software verwenden wird und was sie brauchen. Sprechen Sie mit den Anwendern, führen Sie Umfragen durch und sehen Sie sich vorhandene Daten an. Dies hilft Ihnen, die tatsächlichen Präferenzen und Herausforderungen zu erkennen. Dabei geht es nicht nur darum, ihr Alter oder ihren Beruf zu kennen, sondern herauszufinden, welche Probleme sie haben und wie sie diese derzeit lösen.
Denken Sie einmal darüber nach: Wann haben Sie das letzte Mal direkt mit Ihren Nutzern gesprochen? Je mehr Sie über sie wissen, desto größer sind Ihre Chancen, bei der Softwareentwicklung einen Konzeptnachweis zu erbringen, der den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht und einen echten Mehrwert bietet.
Technische Anforderungen
Ermitteln Sie die Technologie, die Werkzeuge und die Infrastruktur, die für die Umsetzung des Projekts erforderlich sind. Dazu gehört die Auswahl von Software, Programmiersprachen, Frameworks und jeglicher Hardware, die die Entwicklung unterstützt. Es geht auch darum, die technischen Grenzen und Skalierbarkeitsanforderungen des Projekts zu verstehen.
Durch die frühzeitige Festlegung dieser Anforderungen schaffen Sie eine solide technische Grundlage, die spätere Kompatibilitätsprobleme oder technikbedingte Verzögerungen vermeiden hilft. Dieser Schritt stellt sicher, dass Ihr Proof of Concept in der Softwareentwicklung oder Ihr Proof of Value-Softwareprojekt auf einer stabilen, zukunftssicheren Technologie aufbaut.
Definieren Sie den Projektumfang
Sobald Sie Ihre Ziele festgelegt haben und Ihre Nutzer kennen, ist es an der Zeit, den Projektumfang zu definieren. Das bedeutet, dass Sie entscheiden müssen, was in das Projekt aufgenommen werden soll und was nicht. Das Festlegen von Grenzen kann sich einschränkend anfühlen, aber es sorgt dafür, dass das Projekt fokussiert bleibt und nicht außer Kontrolle gerät.
Hier ein Tipp: Überlegen Sie, was für die erste Version unbedingt notwendig ist und was auf zukünftige Updates warten kann. Die Priorisierung von "Must-haves" gegenüber "Nice-to-haves" hält das Projekt auf Kurs und hilft Ihnen, das Budget einzuhalten.
Machen Sie einen Reality Check
Bei einer Realitätsprüfung geht es darum, sicherzustellen, dass Ihre Ziele und Anforderungen angesichts Ihrer Ressourcen, Ihres Budgets und Ihres Zeitplans realistisch sind. Beginnen Sie mit der Frage: Ist dieses Projekt technisch möglich? Verfügt unser Team über die notwendigen Fähigkeiten, um es zu verwirklichen? Dieser Schritt bestätigt, dass Sie das Zeug dazu haben, Ihre Idee in die Tat umzusetzen.
Es ist auch wichtig, über das Marktpotenzial nachzudenken. Werden die Menschen für diese Proof-of-Value-Software bezahlen? Gibt es ähnliche Produkte, und wenn ja, wie hebt sich Ihr Produkt davon ab? Eine solide Machbarkeitsprüfung kann Sie später vor kostspieligen Überraschungen bewahren.
Planen Sie für Risiken
Jedes Projekt birgt Risiken, aber wenn Sie diese frühzeitig erkennen, können Sie Probleme lösen, bevor sie eskalieren. Zu den üblichen Risiken gehören Dinge wie Budgetbeschränkungen, Verzögerungen im Zeitplan, technische Herausforderungen oder unerwartete Schwierigkeiten. Eine vorausschauende Planung hilft, die Wahrscheinlichkeit von Störungen zu verringern, so dass Ihr Projekt weiter voranschreiten kann.
Wenn Sie Risiken frühzeitig erkennen, kann sich Ihr Team auf die Lösung von Problemen konzentrieren, anstatt ständig Brände zu löschen. Auf diese Weise sind Sie besser für alle Hindernisse gewappnet, die bei der Erstellung Ihres Proof of Concept in der Softwareentwicklung auftreten können.
Erstellung einer Projekt-Roadmap
Die Projekt-Roadmap hält alles auf Kurs. Sie gliedert jede Phase - Entwurf, Entwicklung, Test und Start - in klare Schritte mit spezifischen Zielen und Fristen. Durch die Zuweisung von Verantwortlichkeiten stellt die Roadmap sicher, dass jeder weiß, was er wann zu tun hat.
Diese Roadmap ist ein flexibler Leitfaden, der im Laufe der Zeit aktualisiert wird, um mit allen Änderungen und neuen Ideen Schritt zu halten, die auftauchen. Mit diesem organisierten Plan bleibt Ihr Proof of Concept in der Softwareentwicklung oder Ihr Proof of Value-Softwareprojekt zielgerichtet und anpassungsfähig, sodass Sie von Anfang bis Ende auf Kurs bleiben.
Warum das Überspringen der Discovery Sie kosten kann
Vielleicht haben Sie sich gefragt: Ja, die Discovery-Phase könnte hilfreich sein, aber was passiert, wenn sie nicht einbezogen wird? Ist das ein Zeichen dafür, dass das Projekt scheitern wird?
In diesem Abschnitt werden wir diese Fragen beantworten und untersuchen, was passieren kann, wenn Discovery nicht Teil des Prozesses ist. Ohne die Discovery können Projekte schnell auf härtere Probleme stoßen, die später teurer zu beheben sind. Stellen Sie sich vor, Ihr Projekt hätte mit Budgetproblemen, verpassten Terminen oder einem Ergebnis zu kämpfen, das einfach nicht den Wünschen der Benutzer entspricht. Mit Discovery können Sie dies vermeiden, indem Sie eine solide Grundlage schaffen. Und so geht's:
- Klare Ziele: Discovery setzt konkrete Ziele, so dass jeder von Anfang an weiß, wie der Erfolg aussieht.
- Verstehen Sie Ihr Publikum: Es ist eine Chance zu erfahren, wer Ihre Nutzer sind, und etwas zu entwickeln, das ihren Bedürfnissen entspricht.
- Frühzeitiges Erkennen von Risiken: Sie erkennen potenzielle Probleme frühzeitig und können vorausplanen, um Überraschungen zu vermeiden.
- Sich an den Plan halten: Die Discovery sorgt dafür, dass alles organisiert und vorwärts geht, mit klaren Zeitplänen und Budgets.









